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Eine Einladung zum Lachen

Bierbacher Laien-Ensemble begeisterte mit dem Stück „Polnische Wirtschaft“ Im Bliestal ist das Bierbacher Laien- Ensemble von „Mächtig viel Theater“ mittlerweile ein richtiger Renner. Die beiden Vorstellungen von „Polnische Wirtschaft oder gute Lügen leben länger“ um einen gewitzten Schwarzarbeiter begeisterten am vergangenen Wochenende jeweils 400 Besucher in der Pirminiushalle.
 
VON SZ-MITARBEITER HANS HURTH
 
Bierbach. Nach dem Debüt im Jahre 1999 standen die Akteure von „Mächtig viel Theater“ nun zum siebten Male auf den Brettern. „Nach der 1998er Kappensitzung haben wir erstmals an die Wiederbelebung der Laienspieltradition im Ort gedacht“, erklärt Georg Wilhelm, der mit Friedhelm Nowack als Organisator rasch weitere Mitwirkende animierte. „Seit Beginn blieb unser Stamm zusammen, heute sind wir eine homogene, kompakte Truppe, die nicht nur Urlaub zusammen verbringt, sondern auch in der Kappensitzung der Kerbcher seit Jahren mit eigenen Ideen das Programm bereichert“, freut sich Wilhelm, dessen Ehefrau Sigrid diesmal besonders gefordert war nahezu ohne Pause war sie als Frau Chefin im Rampenlicht. Im Frühjahr, nach der so genannten Sichtungsphase des neuen Stücks, wurde gemeinsam die Auswahl der Rollen festgelegt. „Dabei gab es noch nie Probleme, und das ist dann schon die halbe Miete“, stellt Marion Schwarz fest. Nach der Leseprobe ging es an die erste Anpassung des Stücks und nach 14 Tagen sollte die Textsicherheit vorhanden sein. Dann wurde sechs Monate lang eifrig geprobt, im September zweimal die Woche und vor der Premiere dann gar acht Tage lang jeden Abend. Auch im neuen Stück ,,Polnische Wirtschaft oder gute Lügen leben länger“ des Schwaben Bernd Gombold brachten die Bierbacher Schauspieler jede Menge eigene Ideen mit viel Pfiff ein. „Wie in den anderen Aufführungen wandeln wir die Stücke teilweise auf unsere Verhältnisse ab, die Autoren würden staunen, was wir zum Positiven hin verändert haben,“ stellt Georg Wilhelm fest. So hatte diesmal Jürgen Oster als Super-Einfall dem Bühnenbild eine lebende Garderobe (Michael Wemmert) verpasst und Martin und Dominik Risch sorgten mit einer Geld- Waschmaschine für einen fulminanten Knalleffekt zum Ende des letzten Vorhanges. „Nach all den Proben ist man froh, wenn es endlich losgeht, wobei Lampenfieber einfach dazugehört“, sehnte die in ihren Rollen temperamentvolle Marion Schwarz mit ihren Kollegen alle zwischen 32 und 49 Jahren – das Wochenende herbei. Die Einleitung zur polnischen Wirtschaft übernahm in ihrer Heimatsprache Yvonne Waletzke, eine Polin mit Wohnsitz in Bierbach. Die originellen Figuren wie zum Beispiel der polnische Schwarzarbeiter Kasimir Borowski (Thomas Hüther), die schwerhörige Olga und der flinke Langfinger Stanislava (Martina Oster und Petra Schuler), sorgten für eine perfekte Lustspiel- Unterhaltung. Bei der Geschichte um einen gutmütigen Auto-Werkstattchef, den finanzielle Probleme plagen, sorgten der unermüdliche Erfinder Mathias Müller (Thomas Buhles) und vor allem der umtriebige Kasimir mit List und Tücke dafür, den Bankdirektor Profitlich (Georg Wilhelm) zu riskanten Geschäften zu verleiten. Das war ein munteres Treiben.
 
AUF EINEN BLICK
Die Schauspieler der Theatergruppe: Sigrid Wilhelm, Friedhelm Nowack, Thomas Buhles, Marion Schwarz, Lutz Riedinger, Thomas Hüther, Georg Wilhelm, Anette Motsch, Martina Oster, Petra Schuler sowie Monika Schuler und Ralph Weber. Helfer: Souffleuse, Sybille Frevel; Technik, Dominik und Martin Risch sowie Thomas Schuler; Bühnenbild, Jürgen Oster. Maske: Bärbel Sonntag, die mit Angelika Wemmert auch Regie führt. hh
 

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