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Beste Unterhaltung mit pfiffigen Dialogen, damit sorgte "Mord im Hühnerstall", ein Schwank in drei Akten für einen großen Beifallssturm in der Bierbacher Pirminiushalle. Über 700 Zuschauer bei zwei ausverkauften Vorstellungen waren begeistert.

Bierbach. Beim Bierbacher Laienensemble "Mächtig viel Theater" ging es mit unbekümmertem, gestenreichen Spiel herzerfrischend zu . Liebevoll umsorgte , wie seit 28 Jahren schon, es Lisbeth, vortrefflich gespielt von Sigrid Wilhelm ihren Bruder Alfons ,alias Georg Wilhelm. Freudentränen kullerten über die Zuschauerwange, ein Königreich für ein Taschentuch! 24 Stunden vor dem Tatort im Fernsehen geschah der "Mord im Hühnerstall". Das Bühnenbild mit original Brettern einer Scheune aus Gersheim wirkte realistisch, wie aus dem Ort Bierbach herausgeschnitten. Links auf der Bühne ein Hühnerstall, aus dem ab und an Hahn Otto auf sich aufmerksam machte. Im Hintergrund die tolle Landschaft und mittendrin Laienschauspieler, denen Mann und Frau den Laien nicht ansahen.

Lisbeth, Besitzerin einer Pension, ist für Bruder Alfons das "Mädchen für alles". Sie bügelt, putzt, wäscht und kocht für ihn. Alfons- Junggeselle, Finanzbeamter und Tollpatsch in einem- möchte mit seinem ledigen Freund Karl- Josef ( überzeugend gemimt von Thomas Hüther) und zwei Damen das Nachtleben der "Kerbcher" unsicher machen. Die beiden der Marke vornehm( köstlich Monika Schuler sowie Martina Oster mit ihren französischen Akzent) haben bei Lisbeth ein Fremdenzimmer bezogen, sie sind jedoch nur auf das Geld der beiden Bierbacher "Ladenhüter" aus. Lisbeth und Karl- Josef Schwester Sophie( temperamentvoll und vortrefflich mal wieder Marion Schwarz) warten getarnt mit Tannenzweigen und olivgrünem Helm auf dem Hof, um den "flotten Bienchen" den Stachel in flagranti zu ziehen. Frauenpower ohne Mannpower. Als die vier Nachtschwärmer zurückkehren, gesellt sich noch der Dorfpolizist zu ihnen. Aber auch beim noch ledigen Bullen- Leo rutscht der Verstand beim Anblick der zwei hübschen Betrügerinnen "in die Buchs". Die Dialoge des " bezechten" Männer- Trios waren allerdings für manchen Geschmack etwas übertrieben und langatmig - das blieb aber auch die einzige Kritik. Denn das Lustspiel führte im dritten Akt so richtig in die vollen. Die getarnten Freundinnen Lisbeth und Sophie geben ihr Versteckspiel auf, als ihnen das falsche Spiel der "Weibsleit" zu bunt geworden ist und schicken alle ins Bett. Mitten in der Nacht dann Trubel zuhauf, viel Lärm und plötzlich Totenstille. Und tatsächlich scheint Alfons tot zu sein. Doch wer was? Die Kommissare Derrick und Kleiner, die bereits inkognito nach den Betrügerinnen fahnden, finden eine Blutspur und versuchen mit spritzigen Dialogen den Fall aufzuklären. Als der Vorhang sich zuzog , schwappte eine Applauswelle zur Bühne. Alle Akteure bewiesen überzeugend Temperament und Spaß am Schauspielern. Herausragend, ohne den anderen nahe zu treten ,die Energiebündel Lisbeth und Sophie( Marion Schwarz und Sigrid Wilhelm) sowie Karl- Josef alias Thomas Hüther, der sich in seiner Rolle sichtlich wohlfühlte.
Gefallen hat das Spiel, für das 25 Proben von Mai bis September anstanden und bei den der Hahn mordsmäßig gut krähte, riesig. " Ein toller Abend mit vielen Lachern", war Anni Huy aus St. Ingbert ebenso begeistert wie ihre Schwester Christa Curl, derzeit aus Texas zu Besuch. Bernhard Wendel aus Biesingen schnupperte erstmals "Mächtig viel Theater-Luft" und will auf jeden Fall wiederkommen.  hh

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