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Trefflichen Volltreffer landeten die Hobby-Schauspieler 

„Mächtig viel Theater" in der Pirminiushalle mit der Bierbacher Laienspielgruppe - Ansporn für weiteren Tatendrang

Bierbach (hh).  In der Pirminiushalle gab's an den Oster-Feiertagen in zwei Vorstellungen mit dem turbulenten Lustspiel "Quartett im Doppelbett" eine Gaudi nach Maß.  Insgesamt 750 Zuschauer waren begeistert, dankten den Akteuren mit stehenden Ovationen.  Das Theaterspiel hat in Bierbach eine lange Tradition, die 1894 mit Aufführungen des Männergesangvereins (MGV) "Germania" begann.

 

Die letzte Aufführung liegt allerdings 30 Jahre zurück und ging 1968 im Saal des Bahnhofes über die Bühne, erinnerten sich Alfred Graf und Otmar Schuler.  Die beiden boten parallel eine kleine Fotoschau mit Bildern aus den 60ern, als sie selbst auf den Brettern standen.  "Nach der 1998er Kappensitzung haben wir erstmals an die Wiederbelebung der Laienspiel-Tradition gedacht", erklärte Georg Wilhelm. Er und Friedhelm Nowak animierten als Initiatoren rasch weitere Bierbacher, beim Theater mitzumachen. Im Dezember vergangenen Jahres war Leseprobe, unter der Regie von Maritta Schäfer war ab Januar im Café Adams und in der Schule einmal wöchentlich Probe angesagt, auf die Bühne ging's dann vor acht Tagen.  "Alle waren diszipliniert mit viel Eifer dabei, das Wachsen der Anspannung war zu spüren", fieberte auch die Regisseurin der Premiere entgegen.  Die Akteure, zwischen 25 und 42 Jahren jung, servierten mit dem "Quartett im Doppelbett" einen Lustspiel-Knüller erster Güte.  Playboy Max Hansen (Ralph Weber) mit seiner Vorliebe für Stewardessen bringt zwar null Leistung, benötigt dafür aber jede Menge Kohle. Ein Glück für Max, daß er in der temperamentvollen, lustigen Berta Brösel (Sigrid Wilhelm) und in seinem Freund Werner Baldauf (Georg Wilhelm) zwei Mitmenschen hat, die seine vielen Liebschaften und seine mißtrauische Familie nach einer Folge von Verwechslungen und Verdächtigung letztlich in Schach halten können. Die Laienmimen entfalteten den komödiantischen Glanz und den bühnenwirksamen Pfiff.  Auch der missgünstige Hausmeister Gustav Petermann (Thomas Hüther) ist glücklich, daß alles ins Lot kommt.  "Beneidenswert treffliche Typen sehr lustig wie aus dem Fernseh-Leben", verteilten Rita, Peter und Tochter Nicole Legrum Komplimente an die Mitwirkenden, von denen man, ohne den anderen zu nahezutreten, die 37jährige Sigrid Wilhelm herausheben darf.  Als fesche Putzfrau Berta war die dreifache Mutter der Liebling.

"Es durfte herzhaft und viel gelacht werden", schwärmte Klaus Kunz.  Hans Knerr stimmte zu. "Es wäre toll, wenn die Gruppe Mächtig viel Theater' des öftern erfreuen könnte" - Liesel Stein und ihre Tochter Brigitte Stumpf äußerten den Wunsch nach weiteren Aufführungen.  Der Beifall dürfte Ansporn zu weiteren Taten sein.

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